taunusreiter TAUNUSREITER
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Update Jan. 2017
 

Kommentierte Literaturliste                     (meine private Bestenliste)

Lesen! Lesen! Lesen! ---

"I can't understand why people are frightened by new ideas. --- I'm frightened of the old ones"
(mein Amazon.com-Kaffeetopf von 1995 -- Werbegeschenk, als das noch ein kleiner kalifornischer Internet-Buchshop war, in dem man mit sündteuren Übersee-Banküberweisungen bezahlen musste)
 

1.) Reitlehre für Geländereiter

XENOPHON:
Über die Reitkunst. Der Reiteroberst. Berlin, 4. Aufl., 1984
- unverzichtbar! Ursprung allen humanen und einfühlenden Umgangs mit dem Pferd, wird daher immer aktuell bleiben. Nicht im Sinne bis zum letzten Buchstaben und Wort, aber doch zur Grundhaltung. Man muß doch die Quellen in Hinblick auf ihre Zeit sehen, und in dieser (und sicher bis weit ins 19. Jh.) wären die meisten Menschen um eine Behandlung froh gewesen, die Xenophon für unsere Pferde fordert.

SPOHR, Peter: Die Logik in der Reitkunst. 4 Bde. Giessen, 1908 (Nachdruck Hildesheim 1979/1998)
- eine der besten und umfassendsten Quellen "deutscher" Reitliteratur. Bis heute ungemein wertvoll für Geländereiter, Korrektur schwieriger Pferde, Hohe Schule, und interessante Aspekte der Pferdepsychologie. Wohl niemals in der menschlichen Geschichte hatten Berufsreiter, nämlich die Offiziere in der Friedenszeit 1871-1914 soviel Zeit ihre Pferde gründlich auszubilden, und dies "dienstlich" (nämlich mit der Vorbereitung auf einen etwaigen Krieg) zu begründen. Der dann leider 1914 ganz anders kam als erwartet.

STEINBRECHT, Gustav: Das Gymnasium des Pferdes, Aachen 1995 (1.Aufl. 1885)
- sehr wertvoll und richtig, klar und deutlich. Es sei jedem wärmstens anempfohlen nicht nur zu lesen sondern (und zwar diese erste, von Nachautoren unveränderte Auflage!) zu studieren, der heute meint sich zu Fragen "klassischen Reitens" äussern zu wollen...

MONTETON, Otto Digeon von: Über die Reitkunst (Anglomanie und Reitkunst, und: Über die Reitkunst). 2 Bde in einem Band, Nachdruck Hildesheim 1994 (1877/79)
- denjenigen die der Meinung sind, früher sei alles besser gewesen in der Reiterei, und das Reiten weniger oberflächlich und geschäftemacherisch, sollten mal dies Buch lesen. Die unselige Hinwendung zu dem, was er als "Anglomanie" kritisiert, begann schon viel früher. Otto von Monteton schreibt mit bewundernswürdiger sprachlicher Präzision und Schärfe, als echter Kavallerist, als Distanzreiter, der begann seine Meilen zu sammeln als selbst befestigte Straßen noch selten waren, und (da im Ruhestand und noch immer mit Leidenschaft, aber ohne Sport- und Turnierambition täglich reitend) einer der ersten echten Freizeitreiter. Er schreibt für die Kavallerie, die ihre Pferde gesund und wendsam, also kriegstauglich erhalten soll, aber mehr noch für uns heutige Freizeitpferdebesitzer, die ihre Pferde ideal und schonend ausbilden und lange gesund reiten wollen. Die Kavallerie wollte nicht auf ihn hören - die Ergebnisse im nächsten Krieg zum Schaden von Pferden und Soldaten waren dementsprechend - hören also wir auf ihn, und nur zum Wohle unserer geliebten Pferde. Denn mehr wie je kann man fast jeden seiner Sätze unterstreichen und unterschreiben. Leseprobe

SEUNIG, Waldemar: Von der Koppel bis zur Kapriole. Berlin 1943 (Nachdr. Hildesheim 1996)
- ein beglückendes Buch. Nicht wie eine Reitlehre geschrieben, kommen hier Hinweise zu schwierigsten Fragen der Ausbildung und Dressur im freundschaftlichsten Plauderton daher. Eins der ganz großen Pferdebücher

PODHAJSKY, Alois: Die klassische Reitkunst. Eine Reitlehre von den Anfängen bis zur Vollendung,  Reinbek 1980
- Ausbildung von Pferd und Reiter nach den Grundsätzen der Hofreitschule Wien, leider mit Überbetonung der Beizäumung. Heute ist es leider fast überall noch viel schlimmer.

SOLINSKI, Sadko G.: Reiter, Reiten, Reiterei. Die Grundlagen pferdegemäßen Reitens, Hildesheim 1983
- Aufrüttelnd und leidenschaftlich geschriebene Analyse des Reitens seit der Berberzeit und La Guérinière, und zur Werthaltung des Freizeitreitens in Abgrenzung zur Militär- und modernen "Zweck"- und Turnierreiterei.

SOLINSKI, Sadko G.: Das Gymnasium des Freizeitpferdes. Der Weg zum pferdegemäßen Reiten, Hildesheim 1991
- Beschreibung die in RRR hochgesteckten Ideale der Pferdeausbildung praktisch umzusetzen, und am besten mit dieser zu lesen. Solinski war der (wie ich an anderer Stelle schrieb) "Erzguru pferdefreundlichen Reitens" der 1980'er und 1990'er Jahre. Radikal und konsequent. Er brachte viele von einer, mehr gefühlt als gedachten, ungebildeten Hobby-Reiterei zum ernsthaften, im Sinne der Pferde betriebenen Freizeitreiten. Einer wie er fehlt uns heute sehr! Wer es machen wollte, mit der erforderlichen Ernsthaftigkeit, müsste im heutigen Pferde- und Ausbildungsbusiness, und im Zeitalter kostenloser Facebook-Weisheiten leider verhungern....

SCHÖNEICH, Klaus: Die Grundlagen des Freizeitreitens auf Westernbasis. Anatomisch richtiges Reiten. o.J.
- feinfühliges Ausbildungskonzept auf Westernbasis, hilfreich besonders fürs Longieren. Wenn schon longieren, dann bitte so.

PENQUITT, Klaus: Die Freizeitreiter-Akademie, Stuttgart 1993
- die vielleicht beste unter den moderneren Reitlehren. Substantiell wertvolles, nicht selbsterfunden, aber wenigstens gut beschrieben und zusammengestellt. Ob auf "Akademie"-Niveau - das ist die Frage.

BÜRGER, Udo: Vollendete Reitkunst, Hannover 1959 (Leseprobe)
- ein feines, tolles Reiter-Buch, aus der Zeit da es kaum noch Pferde gab. Für wen schrieb er es? Für den echten Liebhaber, von dem er glaubte dass es sie immer geben würde. Womit er auch Recht hatte, wie man frühestens 15 Jahre später wußte. Freizeitreiter nannte sich damals noch niemand, aber er ist einer von uns, definitiv. Man sollte das Original antiquarisch erwerben, denn ich wüßte nicht wie man dies Buch mit neumodischen Einleitungen und noch so warmen Worten verbessern könnte. Allensfalls wäre zu befürchten dass etwas wichtiges ausgelassen wurde...

SPILKER, Imke: Selbstbewusste Pferde. Wie Pferde ihre eigenen Übungen und Lektionen entwickeln, Franckh-Kosmos 2000
- Überrascht stellte ich 2002 fest, es gibt noch neue Bücher zum Thema Umgang, Reiten und Pferdeverhalten, in denen wirklich neues und fesselndes steht! Hier wird mit den unseligen „Dominanztheorien“ aufgeräumt. Da hat sich jemand ganz unauffällig in den Club der „großen Namen“ geschrieben! Ein Buch, wie es vielleicht nur alle 20-30 Jahre einmal erscheint. Ausführliche Rezension bei Amazon.


2.) Anatomie, Fütterung, Gesundheit, Hufbeschlag

HERTSCH,
Bodo: Anatomie des Pferdes, Warendorf 1984
- kleines Nachschlagwerk für den Hausgebrauch

MEYER, Helmut: Pferdefütterung, Berlin 1986 (Neuaufl. vorh.)
- die Referenz! Alles was man über Pferdefütterung wissen muß

THEIN, Peter (Hrsg.): Handbuch Pferd. 5. Aufl., 1995
- gutes Handbuch voll interessanter Aufsätze von anerkannten Fachleuten zu allen Themen rund ums Pferd

STASHAK, Ted: Adam's Lahmheit bei Pferden, 4. Aufl. (dt.) 1989 (USA 1985)
- Handbuch nach dem Motto: Prüfen Sie Ihren Tierarzt! Wenn der ihn nicht kennt, nehmen Sie lieber einen anderen. Ehrliches und gutes Kompendium der Schulmedizin zum Thema. Nicht ganz up to date (5. Auflage in USA erschienen)

SPOHR, Peter: Die Bein- und Hufleiden der Pferde. Ihre Entstehung, Verhütung und arzneilose Heilung, 9. Aufl. 1922 (Nachdr. Bengt Birck)
- Äußerst nützliches Praxishandbuch zu dem, was als Physiotherapie bei Beinverletzungen längst akademisches Plazet erhielt.. Jedem Distanz- und Wanderreiter werden die hier beschriebenen Verfahren von Nutzen sein.

SPOHR, Peter: Die naturgemäße Gesundheitspflege des Pferdes als Vorbeugung gegen Krankheiten, 4. Aufl. 1904
- Sollten sich die meisten, welche Pferde immer noch im Stall halten (beim damaligen Militär ging dies schlecht anders), mal hinter die Ohren schreiben. Besonders bezüglich der Belüftung, der Raummaße, und wie eine ordentliche Dauerstreu auszusehen hat, damit sie keine "Matratze" ist. Enthält somit auch für den Freizeitreiter viel Wissenswertes!

KASPAR, Armin: Hufkurs für Reiter. Hufkunde, Hufpflege, Hufschutz, Stuttgart 1994
- Praktische Tips zur Hufpfege und alternativen Beschlagstchniken von einem der besten modernen Fachleuten

HICKMAN, John: Der richtige Hufbeschlag. Illustriertes Handbuch für Theorie und Praxis, München 1991 (engl. 1983)
- Praxishandbuch der konventionellen Beschlagstechnik von Ihrer besten Seite (=britische Schule)

IVERS, Tom: The Bowed Tendon Book. Prevention, Treatment, Rehabilitation, Neenah (WI) 1994
- Sehr gutes Buch zur Prävention, Behandlung, Diagnose und Abgrenzung von Sehnenverletzungen

LOVING, Nancy S.: Veterinary Manual for the Performance Horse, Equine Research, 1993
- Selten erreichte Übereinstimmung aus Reiter- und  Veterinärmedizinischer Sicht, hat kein Äquivalent im deutschen Sprachraum

BAIRACLI-LEVY, Juliette de: Das Kräuterhandbuch für Stall und Weide, Frankfurt/M., 1987 (1984)

SALOMON, Walter: Naturheilkunde für Pferde, Düsseldorf 1995 (7. Aufl.)


3.) Psychologie und Entstehungsgeschichte des Pferdes

SCHÄFER
, Michael: Die Sprache des Pferdes. Lebensweise und Ausdrucksformen, Reinbek 1980 (1974) (Neuauflage 1993 vorh.)
- Grundlagenwerk zum natürlichen Pferdeverhalten, in bester Tradition der Feldforschung nach Lorenz und Trummler; sollte jeder Reiter kennen

BLENDINGER , Wilhlem: Psychologie und Verhaltensweisen des Pferdes, 5.Aufl., Parey 1987, 1988
- In guter Ergänzung zu Schäfer, liefert Blendinger eine einfühlsame Beschreibung des Verhaltens unter dem Reiter und die psychologischen Grundlagen mit interessanten Vergleichen zum Menschen. Beste Erklärung der natürlichen Schiefe (Händigkeit). Ein kommender Klassiker (Link zu Amazon mit ausführlicherer Rezension)

SCHÄFER, Michael: Handbuch Pferdebeurteilung, Stuttgart 2000
- Bestes Werk des verstorbenen großen deutschen Hippologen. Schäfer weist hier nach, dass die modernen Pferderassen aus vier Urtypen entstanden, die schon die hauptsächlichsten Eigenschaften besaßen, von denen wir irrtümlich und vermessen annehmen sie herbeigezüchtet zu haben...


4.) Araber  (Auswahl...)

ASIL ARABER IV
, Asil Club, Hildesheim 1993
- schöne Beschreibungen, Stiche, Berichte früher Arabienreisender, Hengstkatalog, Eigenschaften, Zuchtziel, Herkunft... alles rund um das edle Arabische Pferd

RASWAN, Carl R.: Söhne der Wüste, Hildesheim 1977
- die großartig erzählten Pferdegeschichten und Episoden des deutschen Idealisten und Naziflüchtlings, Romantikers, Pferdefreunds, Arabienreisenden und Araberzüchters sind schon heute ein Klassiker. Vorlesequalität. Eins meiner liebsten Bücher

RASWAN, Carl R.: Trinker der Lüfte, Hildesheim 1976
- die Fabel des Europäers auf der abenteuerlichen Suche in der Wüste nach den verborgenen Werten des arabischen Pferdes und des idealen Pferdes aus der Mythologie, der das eine findet, aber das andere nicht - bis ihm klar wird wie nahe er ihm schon ist, und was ihn vom Erkennen abhält...

FLADE, Johannes E.: Das Araberpferd, 1990.
- wer die Reinzuchtfanatiker liest, der muss auch den FLADE lesen! Eigenschaften, Physiologie und Entstehungsgeschichte des Arabischen Vollbluts, jenseits aller Legenden. Unter besonderer Berücksichtigung der polnischen (Leistungs-) Araberzucht, geschrieben in der DDR (!)


5.) Training und Leistungsphysiologie

SPOHR
, Peter: Über die Kondition unserer Miltärdienstpferde, und die Mittel, sie herbeizuführen und zu erhalten. Stuttgart 1912
- Grundlagentext, weit über den Titel hinausgehend (enthält eigentlich eine Zusammenfassung seines umfangreichen Werks), mit fast 70-jähriger Praxis vom Berufsoffizier geschrieben. Auch im Detail heute noch so richtig, dabei glasklar und präzis formuliert, dass sich unwillkürlich der Eindruck aufdrängt, es wäre seitdem mehr Wissen ums Pferd verloren als neu hinzugewonnen worden

SPRINGORUM, Bernd: Hinweise zum Konditionstraining der Military-Pferde. Warendorf, 1986
- sehr gutes Büchlein zum Grundlagen- und Intervalltraining, eines der wenigen „neueren“ in deutscher Sprache. Für diejenigen die sich auch in anderen Disziplinen mit Leistungstraining befassen

IVERS, Tom: The Fit Racehorse II, Equine Research, USA 1994
- Kompendium zu Training, Haltung und Fütterung vom “Erfinder” des Intervalltrainings für Pferde. Obwohl fürs Trab- und Galopprenngeschäft geschrieben, gelten die hier beschriebenen Prinzipien für jede Art Pferd und Disziplin. Man kann sich an seinen Thesen reiben, aber wer sie nicht kennt ist schon „aus dem Rennen“

HODGSON, David R.; ROSE, Reuben J.: The Athletic Horse. Principles and Practice of Equine Sports Medicine. WB Saunders, Philadelphia (USA), Sydney 1994
- Hervorragende Sammlung aktueller physiologischer und trainingstheoretischer Aufsätze. Wer sich in diesem Bereich equider Wissenschaft auf dem Laufenden halten will, muss heute die schwedischen, amerikanischen, englischen und (hier) australischen Forscher lesen.

VOGEL, Colin: The Complete Perormance Horse. Feeding, Fitness, Lameness, Preventive Medicine, GB 1996
- Sehr gutes und vergleichbar leicht zu lesendes Buch britischer Schule von einem dessen Forschungen in vorderster Reihe einzuordnen sind

PILLINER, Sarah: Getting Horses Fit. Improve Your Horse's Perfomance. 2nd Ed., GB 1993
- Sehr empfehlenswert

PILLINER, Sarah: Equine Science, Health and Performance. GB 1996


6.) Wanderreiten

SOLINSKI,
Sadko G.: Der Wanderreiter und sein Pferd. Zürich 1974
- selten fachlich überboten

PAYSAN, Angela: Mit Pferde unterwegs. Vom ersten Ausreiten bis zum großen Wanderritt, 1974, und (mit Günther Burk:) Reisen zu Pferd, Im Sattel über Land (1978)
- gehören immer noch zu den besten Büchern für den Anfänger im Geländereiten, aber auch für Fortgeschrittene, von den Pionieren des Wanderreitens in Deutschland. Heute sind die Bildchen in den Büchern größer und bunter, der Inhalt aber kaum besser, und schon gar nicht frischer zu lesen.

BRAND, Joachim: Wanderreiten. Rittplanung, Ausrüstung, Training. München 1985
- für Wanderreiter nach „klassisch-deutscher“ Schule bis heute das Referenzwerk. Leider hat es niemand geschafft an dieses sehr gute Buch anzuknüpfen

KRESSE, Wolfgang: Wanderreiten. Stuttgart 1994
- sehr brauchbares, ausführliches Praxishandbuchs aus langer eigener Praxis heraus geschrieben vom PONY-Chefredakteur

CLAUS, Robert; SCHMIDT, Sabine: Handbuch Wanderreiten – im Rhythmus der Pferde, Olms, Hildesheim 2000
- Leider frühere Literatur zum Thema nicht gekannt oder mitverarbeitet, daher inhaltlich zu flach geraten. Hier schreibt der Rittführer für seine Kunden.

 POSCHARNIGG, Werner: Das weite Land des Wanderreitens. Trekking-Know-How zum Planen und Losreiten, Lüneburg 2000.
- Ganz erstaunlich gutes Büchlein zum Thema aus Österreich! Pointiert, sehr fachkundig und mit Humor. Viel interessantes, das auf 170 Seiten leider etwas knapp abgehandelt wird. Trotzdem auch für den ambitionierten Anfänger geeignet.


7.) Distanzreiten

SCHMITT, Ursel, und SCHERBARTH, Jürgen: Distanzreiten. Mit Dokumentaion "500 Meilen" (Hamburg-München Ritt 1976), im März 1977, Trittau, im Selbstverlag, Auflage 500 Exemplare
- Ein wunderbares Buch von zwei Pionieren der Deutschen Distanzreiterei vor Gründung des VDD. Umfassende Dokumentation über den damaligen Stand mit KM-Listen aller Reiter und Pferde, und zum 500 Meilen Ritt Hamburg-München (12 Tage), auf dem 12 Reiter starteten und 7 in der Wertung ankamen, mit Abschlussbericht des Tierarztes. Die Texte lesen sich noch immer sehr gut, die Wiedergabe der Bilder entspricht natürlich nicht heutigen Standards.

KYDD, Rachael: Distanzreiten erklärt, Gifhorn 1981 (1979)
- kleines Büchlein, noch immer eins der besten zum Thema (leider seit langem vergriffen)

PUPPE, Unika: Distanzen 1983 (Jahrbuch). Lienen, 1984
- halboffizielles Jahrbuch des VDD, sehr gute Texte und Fachbeiträge kundiger Reiter und Veranstalter. Blieb leider beim einmaligen Versuch

HYLAND, Ann: The Endurance Horse. A world survey of Endurance Riding from Ancient civilization to Modern Competition. J.A.Allen, GB 1988
- gewaltiges Werk der sehr kundigen britischen Autorin und erfahrenen Reiterin. Sehr gut und fleissig recherchiert, auch der historische Teil. Sehr schöne Bilder. Eins der besten Bücher zum Thema das je herauskam.

DAUSTER, Penelope S.: Distanzreiten - Anforderungen, Konditionierung, Leistungssport (ca. 1985). Aufsatz in Handbuch Pferd
- sehr kundig geschrieben. In der Tiefe bis heute in Deutschland unübertroffen. (Leider, muss man dazusagen)

INFOPAKET Distanzreiten, ca. 1988, Verein Deutscher Distanzreiter u. Fahrer
- leider nicht mehr erhältlich

KOLLER, Cornelia: Abenteuer Distanzreiten. Die Herausforderung für Pferd und Reiter, 1996
- gutes Einsteigerbuch. Etwas mehr Tiefgang hätte nicht schaden können. Trotzdem ein wichtiges Buch für den deutschen Markt!

POLLITT, Chris: Monitoring The Heartrates of Endurance Horses, Quensland, Australia, 1992
- ein unauffälliges Bändchen aus Autralien voll knallharter Infos und harter Fakten. Kein Wunder denn sein Autor ist Wissenschaftler, Tierarzt, Hufschmied, Reiter und Wettkämpfer! Merkwürdig dass das sowenige gelesen haben

LOVING, Nancy S.: Go the Distance. The Complete Ressource for Endurance Horses. North Pomfret, Vermont, 1997
- Mit dem background einer Tierärztin und aktiven Reiterin geschrieben. Vielleicht das beste derzeit auf dem Markt befindliche Buch zu dem Thema  (Deutsch:

THE GREAT AMERICAN HORSE RACE 1976. A Photographic Documentary by Curtis L. Lewis and Dennis D. Underwood. Newton, Kansas 1993
- ein wundervoller Schmöker über den "Bicentennial" Ritt quer durch die USA, mit Schwarzweißbildern in erlesenster Qualität. Mit großem Abstand sind das die allerbesten Fotos, die je von einem Distanzritt (eigentlich ein ideales Reportage-Sujet) gemacht wurden. Solche Pferde mag es vielleicht auch heute noch geben, aber solche Pferdeleute..? Oder stören heute bloß die, die Gesichter ununterscheidbar machenden Helme? Vieles wurde über diesen Ritt gesagt und geschrieben (auch von Leuten die nicht dabei waren), doch eins steht fest: Einen solch langen Ritt können nur die Besten der Besten erfolgreich beenden, oder vorne plaziert ankommen.


8.) Distanzreiten: Historische Ritte

Wien-Berlin 1892
(Berichte vom Distanzritt: C.v. Blottnitz, Frhrr. v.Reitzenstein), in: Die Abenteuer der Großen Distanzritte, Hrsg. J.R.de Bruycker, 1985

DICHTL Hermann: Der Distanzreiter. Belovar 1893

BROSIG, Leutnant: Bericht über meinen Ritt von Forbach/Lothringen nach Glatz/Schlesien, 1894

SPIELBERG , Rittmeister: Saarbrücken-Rom über den St. Gotthard in 12 Tagen, 1900

ESEBECK,  Frhrr. v., H.A.: Demmin-Kopenhagen. Tagebuchblätter eines Distanzreiters. Stuttgart 1909

HORN, Valentin: Das Pferd im alten Orient. Das Streitwagenpferd der Frühzeit in seiner Umwelt, im Training und im Vergleich zum neuzeitlichen Distanz-Reit- und Fahrpferd. Hildesheim 1999


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